2. KFF OSW (16.–18.11.2007) – ein Rückblick
Liebe Filmemacher, Besucher, Kritiker und Unterstützer!
Das „2. Kurzfilmfestival Oberschöneweide 2007“ war ein gelungenes Festival. Bevor wir unsere Dankesrede eröffnen und unsere Freude darüber ausdrücken, dass wir wahrgenommen wurden, werden wir versprechen, an der Verbesserung der Kinotechnik zu arbeiten.
Da sich das Kurzfilmfestival nur durch geringe Mittel finanziert, wurde natürlich die günstigste Ausleihmöglichkeit für Beamer und dergleichen gewählt, es blieb uns nichts anderers übrig.
Doch nun zum Eigentlichen. Wir möchten allen Filmemachern danken, die uns ihre Filme eingeschickt haben und so die Präsentation eines sehr abwechslungsreichen und vielseitigen Programmes ermöglichten. Wir haben uns sehr gefreut, dass viele der Filmemacher anwesend waren. So ergaben sich viele interessante und inspirierende Gespräche und Kontakte zwischen Künstlern, Veranstaltern und Publikum. Wir hatten den Eindruck, dass das Publikum das Kurzfilmprogramm und die After-Show-Party genossen hat.
Wir freuen uns sehr, dass wir ein so buntes und anspruchsvolles Programm zusammenstellen konnten. Dabei waren Abschluss- und Semesterarbeiten von Studenten renommierter Film- und Medienhochschulen (Kunsthochschule für Medien Köln, Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg, Hochschule Wismar, Filmakademie Baden-Württemberg und Münchner Filmwerkstatt). Diese Arbeiten waren handwerklich und dramaturgisch professionell ausgeführt, vermittelten schöne, ernste und auch schräge Themen. Stellvertretend für viele seien in diesem Bereich als Highlights genannt: „Das Apfelkomplott“ (Milos Karalic), „Ideallinie“ (Gregor Erler), „Die unsichtbare Hand“ (Dirk Lütter), „Schrankenwärter Rudi Pilunske“ (Anja Theurich, Hagen Döcke), „Arbeit?“ (Jan Sickinger, Marcel Krumbiegel), und „Hallo Merit“ von Henri Boit.
Ebenso überrascht waren wir von den Arbeiten der sehr ambitionierten und kreativen Amateure, die nicht unbedingt die technische Ausstattung und Unterstützung einer Hochschule hinter sich haben. Bemerkenswert fanden wir: „Der Test“ von Güclü Yaman, „GeburtsTOD“ von Dave Lojek, „I met you only once“ von Vera Göpfert, „Der Bettnässer“ von Stephan Müller, und „Ladenhüter“ von Felix Stienz.
Last but not least wollen wir die Musikvideos erwähnen, die ebenfalls eingereicht wurden und im Wettbewerb antraten – hier gilt unser Dank Boris Seewald für sein ungemein grooviges und sehenswertes Werk „Mit Rythmus im Blut“, auch sehr stark waren in dieser Kategorie „Weiter“ von Anne Lucht, „Fahrendes Volk“ von Heinz Gronenberg – Danke nach Köln! – und „Wake up!“ von Rollnik und Sebald.
Danke auch an alle Filmer außerhalb von Deutschland, die unser Festival mit internationalen Beiträgen aus Slowenien, USA, Brasilien, Österreich, Slowakei und Niederlande bereicherten.
Ein tolles Erlebnis war auch das Kinderfestival am Sonntag, der Saal mit 130 Sitzen platzte aus allen Nähten – unter anderem waren 2 ganze Grundschulklassen inklusive Lehrer, Eltern und Geschwisterkinder aus Pankow und Kreuzberg angereist, um ihren Film auf der Leinwand zu sehen. Besonders gefreut haben wir uns über die Teilnahme der Lenau-Grundschule aus Kreuzberg mit ihrem Gruselfilm „Von einer Klasse die auszog, das Fürchten zu lernen“, die nun schon zum zweiten mal dabei war und das Festival von Anfang an kennt. Besonderer Dank geht auch an die Evangelische Grundschule Pankow für ihren bemerkenswerten Beitrag „Emil und die Detektive“. Toll und sehenswert auch der Film „Die Sendung mit dem Raucher“ und wunderschöne und extrem lustige Knetanimation um die Entführung des Eisbären Knut. Weiter so, Grundschüler!!!
Auch im Jugendbereich haute uns so einiges vom Hocker – besonders der Film „Blind Date“, die Geschichte zweier 14 jähriger Mädels, die die Gefahren des Chattens im Internet klar unterschätzen, „Reverse“ vom John-Lennon-Gymnasium (Judith Joksch) mit raffinierter Tricktechnik, „Machtlos“ von Felix von Seefranz, der auf fesselnde Weise einen Lehrer-Schüler-Konflikt schildert und „Ich bin Europa“ vom Jugendfilm e.V. Hamburg, der auf äußerst kurze, unterhaltsame und lustige Weise die guten Seiten der EU schildert. Sehr bemerkenswert in dieser Kategorie fanden wir „Kolye“ (Das Medaillon) von Haryi Argav, der sich auf bewegende Weise die Probleme deutsch-türkischer Jugendlicher vorgenommen hatte – Hochachtung vor den jugendlichen Schauspielern – eine tolle Leistung!
Vielen Dank an die Künstlerinnengruppe um Lady Ballooon, die mit einer bühnenreifen Show die Preisverleihung in der Kunstetage krönte – und vielen Dank an Vera, die mit ihrem Gesang bezauberte – tosender Beifall des Publikums war der Dank.
Zum Schluss gebührt unser Dank und unsere Anerkennung den unverwüstlichen und nervenstarken Technikteams Marek, Peter und Sascha (im Kino) und Lutz & Crew vom »Wagendorf Wuhlheide e.V.« in der Kunstetage – Danke Jungs, ohne Euch hätte es kein Festival gegeben!!! – und Dank an Frau Weller, die durch Bereitstellung von Kinosälen im »Kino Spreehöfe«, dem Festival den richtigen Rahmen verlieh.